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Digital Humanities

WIE VERÄNDERN DIGITALE MEDIUM UNSERE WAHRNEHMUNG UND DIE STRUKTUR UNSERES DENKENS?

The question I am here asking is: In what ways, if any, are our thoughts affected by the shift from the pen or the typewriter to a word processor? My question is not whether thinking about computers changes the image we have of ourselves; nor indeed whether computers do or do not think. What I do ask is: With the word processor becoming our writing instrument, what changes do there occur, if any, in the ways and content of our thinking? In particular, what changes can there be discerned, or expected, in terms of the organization of our ideas; in terms of the organization of our memory – our access to, and summary view of, the ideas available to us; in terms of our concept of time; and in terms of the perception we have of the place and role of our thoughts in relation to the thoughts of others.

J. C. Nyíri, ‘Thinking with a Word Processor’ 

BEISPIELE FÜR „DIGITAL HUMANITIES“

https://internet-map.net/

http://selfiecity.net/

Instagram City

Robots reading Vogue

AUfgabe (ZWEI OPTIONEN)

  1. Lesen Sie in den Texten der obigen Links, erstellen Sie einen Beitrag mit Voyant Wordle und reflektieren Sie über den Sinn und Zweck von digitalen Visualisierungen.
  2. „McLuhan-Style Twitter-Based Digital Humanities Project”:
  • Wählen Sie ein Thema oder Hashtag, von dem Sie Tweets abrufen.
  • Finden Sie 5-10 Tweets, die sich als Beispiele eignen.
  • Wenn die Tweets Fotos enthalten, verwenden Sie diese; wenn nicht, suchen Sie geeignete Bilder.
  • Stellen Sie die tweets als Geschichte zusammen auf dem Blog.

5 Kommentare

  1. Moritz 4. Mai 2018

    Leider funktioniert das Tool „Wordle“ auf meinem Computer nicht. Ich habe verschiedene Browser und verschiedene Java-Versionen probiert, aber es will einfach nicht klappen 🙁
    Zudem lässt die Kommentarfunktion meines Erachtens keine Bildkommentare zu. Gibt es eine Möglichkeit, das anders einzustellen?

    Nichtsdestotrotz habe ich ein wenig über den Nutzen digitaler Visualisierungen nachgedacht und bin zu folgendem Schluss gekommen:

    Den Spruch „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ kennt wohl jeder.
    Digitale Visualisierungen schaffen dieses Kunststück, auf den ersten Blick alle wichtigen Informationen zu geben und gleichzeitig für jeden nachvollziehbar zu sein. Große Datenmengen können so gut strukturiert und überblickt werden. Ändern sich die visualisierten Daten, können Muster erschlossen werden und neue Trends ausgemacht werden. Sieht man das Ganze dann „von oben“ erkennt man auch leichter die großen Zusammenhänge.
    Was einem Visualisierungen wie die „selfie city“ bringen sollen, hat sich mir in diesem Zusammenhang jedoch nicht erschlossen… Die „Karte des Internets“ fand ich hingegen sehr aufschlussreich 🙂

    • Digidentity 4. Mai 2018 — Autor der Seiten

      Hallo Moritz – diese Woche sind tatsächlich einige bugs im System, das tut mir leid! Du hast völlig recht, sowohl was die Überalterung des Wordle-Tools angeht, als auch die fehlende Bebilderungsmöglichkeit im Kommentar – bisher gelang es mir leider nicht, das anders einzustellen. Aber ein (noch viel besseres) Tool anstelle von Wordle habe ich gefunden, s.o.

      Ich schlage vor, die bebilderten Beiträge doch nicht als Kommentar, sondern als Beitrag zu posten und mit entsprechenden Schlagworten zu versehen – dann läßt sich ja auch gezielt danach suchen.

      Auch Deine Anmerkungen zu Visualisierungen fand ich interessant und gut zusammengefasst. Hast Du auch mal unter „data set“ und „findings“ nachgeschaut? Es wird ja oft so dahergeredet über Selfies – ohne für die jeweiligen, auch kulturellen Werturteile eine solide Datenbasis zu haben. Könnten solche Vorgehensweisen dafür helfen? Oder erscheint es mehr als „Spielerei“? Warum?

  2. Steffi Cui 5. Mai 2018

    Meine Reflektion über digitale Visualisierung:

    1. Zugang zu den Daten
    Anders als eine eintönige Tabelle mit gedrängten statistischen Angaben haben Daten im Form von digitaler Visualisierung ein viel mehr schönes Aussehen, sodass, sowohl Forscher mit gebundener Kompetenz und Bedürfnis als auch normale Bürger mit Amüsement als Hauptzweck beim Internetsurfen, die Interesse, die Daten anzugucken. (Zumindest, als ich den Text Instagram City auf Englisch, eine Fremdsprache die sogar noch schlechter als mein Deutsch ist 〒▽〒, gelesen habe, wurde ich von den Bildern sehr begeistert und möchte weiterlesen.) Eine neue und gutaussehende Form hat dem Leser einen wichtigen Zugang zu den Daten angeboten, bevor sich die Funktionen der Daten an den Lesern verwirklichen können.

    2. Begreifen der Daten
    Die visualisierten Analyse passen sehr gut auf Fotosdaten. Wie Instagram City oder Cover Averages in Robots Reading Vogue zeigen, der Farbton sowie die Konstruktion des Zeitschriftumschlags werden schwierig, oder mindestens nicht eindeutig, durch nummerische Angaben präsentiert. Die Visualisierung hat das Problem gelöst. Wo im Bild am dunkelsten oder wo die Fläche am größten, ist da eine Mehrheit von Daten. Mit x und y oder sogar z-Achse (in einer 3D-Illustration) werden Angeben in vielfältigen Dimensionen dargestellt. Wie Moritz erwähnte, die große Zusammenhänge werden veranschaulicht. In Voyant Tools bekommt man unter TermsBerry den Kontext zwischen Wörtern im Beitrag. Die Wörter, die meistens hintereinander geschrieben werden, erscheinen die identische Farbe im „Berry“. Digitale Visualisierung machen die Eigenschaften der Information in großer Menge leicht erkennbar und verstehbar.

    3. Sinn vom digital Humanities
    Im Alltagsleben spielen die digitale Daten schon eine Rolle. In Instagram werden Fotos, die einen Standort besitzen, in einer Landkarte zusammengefasst. Dann erfahren andere Leute eine kostenlose, ebenfalls besser auf Freundkreis passende Reiseanleitung. Durch die absolute Häufigkeit vom lächelnden Gesicht erkennt man im Ganzen den kulturellen Unterschied.

    Im wissenschaftlichen Gebiet: Ich habe gelesen, dass viele Forscher digitale Textanalyse in Redology verwenden. Die letzten 40 Kapitel von dem bekanntesten chinesischen Roman „Der Traum der Roten Kammer“ werden immer nicht nachgewiesen, von wem sie verfasst wurden. Die Textanalyse-Instrumente wie Voyant liefern eine neue Perspektive zum Redology. Man kann möglich durch Worthäufigkeit und Nutzungsverbindung der Wörter wissen, ob diese 40 Kapitel auch von Cao Xueqin, der der Autor von den ersten 80 Kapitel ist, geschrieben wurden.

  3. Jasmin 6. Mai 2018

    Reflexion: Digitale Visualisierung

    Was ist der Sinn und Zweck von digitaler Visualisierung? Wie verändern digitale Medien unsere Wahrnehmung und die Struktur unseres Denkens?

    Das Internet ist wie eine Landkarte aufgebaut, wobei Webseiten mittels Links miteinander verbunden sind. Webseiten oder Bilder sind hierbei einzelne Standorte auf einer Landkarte, die mit jedem Klick größer werden. Diese digitale Vernetzung nutzen auch sozialen Netzwerke wie Instagram, denn Bilder und passende Hashtags sorgen für die Verbindungen.

    Plattformen, wie Instagram, machen es möglich Bilder hochzuladen, sie mittels Filter zu bearbeiten und per Mausklick mit der Welt zu teilen. Sie sorgen auch dafür, dass eine neue dynamische Zeitspanne entsteht. Instagram macht es möglich, dass Bilder zeit- und ortunabhängig sind, d.h. nicht mehr das Datum der Aufnahme spielt die zentrale Rolle, sondern drei neue Zeitzonen sind entstanden:

    1. Tatsächliche Zeit (Datum der Aufnahme)
    2. Einstellungsdatum (Hochladen und Veröffentlichen)
    3. „Filterzeit“

    Bei Bildern in sozialen Netzwerken geht es darum ein Gefühl oder eine Atmosphäre zu erzeugen. Bilder sollen persönlich und glaubhaft sein. Die Filterfunktionen sind hierbei sehr hilfreich. Indem der Nutzer den „passenden“ Filter auswählt kann einem Bild eine „neue“ Zeit gegeben werden oder ein Ort kann anders wirken.

    Dadurch das jeder Nutzer frei Bilder im Netz veröffentlichen kann entsteht eine Vielzahl von Stilen und Eindrücken. Wer jetzt aber denkt, dass dadurch jedes Foto einzigartig ist und im Internet ein gewisses Chaos herrscht, der täuscht sich. Insbesondere bei Fotoaufnahmen von Städten kann man eine „visuelle Signatur“ erkenne, also spezifische Merkmale für die Fotografie an einem Ort.
    Viele einzelne Fotos sorgen dafür, dass ein Gesamteindruck von einer Stadt entsteht. Dennoch muss dieser Eindruck nicht der Realität entsprechen!

    Mittels digitaler Visualisierung bekommt die digitale Welt eine Struktur. Man kann Trends oder neue Entdeckungen machen. Indem man beispielsweise Bilder, trotz Unabhängigkeit von Raum und Zeit, aufgrund ihres Stils zuordnen kann.

    Voyant:
    Tools wie Voyant helfen große Textmengen zu analysieren und häufig vorkommende Wörter herauszufinden. Dennoch filtert Voyant nicht nur die Wörter, sondern bietet auch verschieden grafische Möglichkeiten zur Darstellung (z.B. Wortwolke). Dank zusätzlicher Tool bietet Voyant außerdem Statistiken und Grafiken die weiteren Aufschlüsse bieten.
Dennoch muss man sich mit Voyant eine Weile beschäftigen, damit man einen Überblick über die gesamten Funktionen und Möglichkeiten bekommt. 
Alles in allem kann man sagen, dass Voyant das optimale Werkzeug zur Analyse langer Texte ist.

  4. Kristina 7. Mai 2018

    Digitale Visualisierung:

    Ich habe mich beide Programme „Wordle“ und „Voyant Tools“ ausprobiert und es kam bei beiden die gleiche „Struktur“ raus. Eingegeben habe ich das Märchen „Der gestiefelte Kater“ von den Gebrüder Grimm.

    Die Schlagworte Kater, König, Müllerssohn waren sehr deutlich erkennbar, sodass man auch ohne Kontext wusste, um welches Märchen es sich handelt. Wordle hat mir von der Handhabung (Anwendungsfreundlichkeit) besser gefallen als Volant Tools. Bei Volant Tools wurde es dank zusätzlichen Informationen leicht unübersichtlich, aber diese wären für eine genaue Datenanalyse natürlich sehr wichtig.

    Mithilfe der Digitalen Visualisierung wird es uns ermöglicht „auf einen Blick“ die wichtigsten Informationen rauszufiltern und wir können einen groben Überblick beschaffen, was uns gesagt werden soll.
    Zudem erleichtert es einem die Daten- und Informationsaufnahme und diese bleiben dank bildhafter Darstellung leichter im Kopf.

    Digitale Visualisierung hat den Sinn die Informationen interessant zu gestalten, sodass die Aufmerksamkeit darauf gelenkt wird und man bei Interesse dann doch tiefer in das Thema einsteigen kann.

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