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Mein Avatar-Ich

Ich habe mich auch auf die Suche gemacht nach kostenlosen Avatarmakern im Internet und war ehrlich gesagt ein bisschen enttäuscht, wie ähnlich sich manche Programme sind (natürlich auch mit ein paar „fancy“ Ausnahmen, die auch hier im Blog mehrfach beschrieben wurden, z.B. My little Pony).

Es ist gar nicht so leicht, etwas Neues zum Blog beizutragen. Viele von euch haben schon sehr witzige Avatare mit z.B. My Little Pony erstellt, also dachte ich: Mache ich doch einen Vergleich der Programme. Ich konzentriere mich dabei auf diejenigen Programme, die mir einen möglichst ähnlichen Avatar liefern.

  1. Avatarmaker

Männlich oder weiblich? Ich klicke auf weiblich. Das ist sehr einfach hier. Welche Gesichtsform? Meine ist länglich, nehme ich an, mit einem spitz zulaufenden Kinn. Wirklich einfach. Und so geht es weiter. Die „Basics“ der Gesichtsrekonstruktion werden von Avatarmaker grobflächig abgedeckt, ohne feinsinnige Details, und meist ist es nicht schwer, sich für eine Option zu entscheiden. Dafür gibt es also einen Pluspunkt: Die einfache Bedienung.

Nach nur 5 Minuten fragt mich das Programm, ob ich meinen fertigen Avatar downloaden möchte. Möchte ich, und ich verbuche in Gedanken einen weiteren Pluspunkt: Die kurze Zeitdauer.

Ich betrachte das fertige Avatarbild nun beurteilend und komme zu dem Ergebnis, dass ich den Hintergrund (Streifen) wirklich cool finde. Der Avatar an sich ist wunderschön geworden, ein Püppchen mit blauen Augen und braunen Haaren, welche so ziemlich jede blauäugige, braunhaarige Frau auf der Straße darstellen könnte – und ehrlich gesagt gleicht der Avatar mir leider nicht. Meine Zielsetzung ist ja, dass mir Erkennbarkeit und Einzigartigkeit wichtig ist, also gibt es hier einen Minuspunkt.

Insgesamt habe ich nun eine schöne, animierte Version von mir, welches aber leider kaum Ähnlichkeit mit mir hat. Unterm Strich: Ein einfach bedienbares, schnelles Avatarprogramm, wenn man nicht zu sehr auf Individualität bedacht ist.

 

2. My blue robot

My blue robot bedient exakt dasselbe Programm wie Avatarmaker, weshalb ich die Prozedur nicht nochmals durchspiele. Beim Umschauen fällt mir auf, dass es eine Share-Funktion gibt und eine weitere Funktion, die es ermöglicht, Random-Avatare zu erstellen. Diese Möglichkeit hat auf jeden Fall einen hohen Spaßfaktor! Ich spiele ein paar Optionen durch… 🙂 (Und nebenbei gibt für diese beiden Funktionen zwei weitere Pluspunkte für Avatarmaker und My blue robot.)

 

3. Bitmoji

Dieses Avatarprogramm unterscheidet sich erstmal von den andern beiden insofern, dass man es als App herunterlädt. Ein aufgenommenes Selfie, welches ganz klein dauerhaft auf dem Display erscheint, macht es möglich, seinen Avatar im Bearbeitungsprogramm ständig mit sich selbst zu vergleichen. Und was für ein Bearbeitungsprogramm! Es gibt nicht nur die groben Basics, sondern auch Details wie Stirnfältchen, Augenringe, Wangenknochen bis hin zu Brustumfang kann ich nach Belieben einarbeiten. Und auch modisch hat das Programm einiges zu bieten: Soll ich Klamotten von Nike wählen, oder doch lieber von Hollister, oder oder oder?

Schließlich habe ich einen Avatar mit Körper, welchen ich in verschiedene Settings platzieren kann und diese auch verschicken kann. So erhält eine Freundin direkt mal einen Guten-Morgen-Gruß mit einer Kaffeetasse und einem kleinen Avatar von mir.

Ich bin begeistert, dass mir dieser Avatar nun ähnlicher sieht (z.B. die Nase und das Kinn gleichen mir) und man auch individuelle Grüße damit verschicken kann.

Also hier würde ich großzügig ausschließlich Pluspunkte vergeben für größere Ähnlichkeit, detailliertere Auswahl, Benutzbarkeit des Avatars und einen hohen Spaßfaktor. Zusammenfassend kann ich Bitmoji daher auch uneingeschränkt weiterempfehlen, besonders dann, wenn man den Avatar auch in Social-Media-Konversationen nutzen möchte.

Alle drei Programme kannte ich noch nicht und Bitmoji werde ich auf jeden Fall weiterhin nutzen.

Ein Nachtrag: Gerade habe ich beim Umschauen auf diesem Blog entdeckt, dass das Programm 3DMyself noch viel ähnlichere Avatare bietet (z.B. hier ein toller Beitrag von Nadja dazu!). Die Ähnlichkeit ist wirklich verblüffend groß, da konnte ich meine Kommilitonin direkt erkennen! Schade, dass ich es erst jetzt entdeckt habe.

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