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„Old“ vs „New“ – Bilder im Wandelt der Zeit

Auch ich habe mich auf die Suche nach Bildern gemacht, die die ästhetische Entwicklung von Fotos aufzeigen.
Nach langer Suche bin ich auf zwei lizenzfreie Fotos gestoßen, die sehr gut zu unserem Thema „Old“ vs. „New“ passen.

Auf der Webseite Old New Stock (nos.twnsnd.co) kann man alte Vintage-Fotos aus öffentlichen Archiven finden, deren Lizenzen abgelaufen sind. Beim durchstöbern der Webseite bin ich auf die folgende Aufnahme gestoßen:

DAMALS

THREE MEN SKI JUMPING, SNOWY MOUNTAINS REGION, NEW SOUTH WALES, CA. 1942.

 

Auf diesem Bild kann man drei Männer sehen, die in den 1940ern in den Bergen  von New South Wales Ski fahren. Es handelt sich hier um keine perfekt ausgeleuchtete Fotografie oder Szenerie, sondern um eine Momentaufnahme.
Dieses Foto möchte kein Lebensgefühl, Produkt oder Einstellung verkaufen, sondern zeigt lediglich einen unbefangener Augenblick von drei Skifahrern.

HEUTE

SKIFAHRER FOTO DER GEGENWART

Betrachtet man nun ein Foto aus dem 21. Jahrhunderts fallen einige Dinge sofort auf. Der wohl herausstechendste Unterschied ist dass es sich hierbei um eine vierfarbige Aufnahme handelt. Das Foto ist dynamisch und professionell aufgenommen.
Das Bild wirkt von Anfang bis Ende perfekt durchdacht und durchgeplant. Durch die Sonneneinstrahlung, Blickwinkel und (vermutliche) Nachbearbeitung vermittelt das Foto eine besondere Atmosphäre. Bei solchen Bildern geht es um Selbstdarstellung:
Das bin ich! Das ist mein Leben! Das kann ich machen!

Fazit

Moderne Technik und Software macht es heutzutage möglich faszinierende Aufnahmen zu machen. Als Betrachter ist man von der Schönheit und Perfektion der Aufnahme beeindruckt.
An die digitale Fotografie werden viel höhere Ansprüche gestellt als vor 10 oder zwanzig Jahren. Bei einem „modernen“ Bild geht es mehr um die Atmosphäre, das Gefühl und der Selbstdarstellung. Dabei macht man ein Bild mehr nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Öffentlichkeit.

Natürlich dienen Fotoaufnahmen in der Gegenwart auch zum dokumentieren von Ereignissen oder Momenten, aber ich denke dieser Aspekt war in der Vergangenheit von größerer Bedeutung.

Im „prädigitalen Zeitalter“ war eine Fotoaufnahme etwas Besonderes. Nur große Ereignisse oder Momente wurden mit einer Kamera erfasst. Während man heute an einem Tag unzählige Fotos mit dem Smartphone macht hat man in Vergangenheit jeden „Klick“ mit der Kamera durchdacht. Somit haben diese Bilder auf eine gewisse Art und Weise einen höheren Wert.
In sozialen Netzwerken bekommen Fotos nur kurze Aufmerksamkeit.
Man ist kurz beeindruckt von der nahezu perfekten Aufnahme und im nächsten Moment ist man schon wieder beim nächsten Bild.
Im Gegensatz zu Fotos aus der Vergangenheit, denn sie sind rar, unprofessionell und manchmal auch zufällig. Sie erfassen Momente die uns schmunzeln lassen und mit denen wir uns vielleicht mehr verbunden fühlen, als mit denen aus dem „digitalen Zeitalter“.

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Thema von Anders Norén