digidentity

Verhältnis Narration und Bild

Wie können Bilder erzählen?

„Das Bemerkenswerte am Bild ist, dass es etwas in der Zeit Verlaufendes, eine Erzählung, flächenhaft-räumlich manifestiert …, dass es visuelle Phänomene präsentiert, wo vorher nur auditive Phänomene (Stimmen) waren“

Helge Gerndt: Können Bilder erzählen? Bemerkungen zur „Visualisierung des Narrativen“. In: T. Hengartner, B. Schmidt-Lauber (Hg.): Leben – Erzählen. Beiträge zur Erzähl- und Biographieforschung. Festschrift für Albrecht Lehmann. Berlin, Hamburg 2004, S. 99-117 (115).

https://pxhere.com/en/photo/1196482

Aufgaben / Übungen

1.Stellen Sie ein „altes“ (prä-digitales) und neues („typisch digitales“ ) Foto auf den Blog Foto online und vergleichen Sie

  • pics or it didn’t happen: Sind digitale Bilder mehr oder weniger „real“?

Source: totally fucking radical

2.Kommentieren Sie den Beitrag eines Mitstudierenden

3. Optionen:

a) Vergleichen und evaluieren Sie eine Plattform Ihrer Wahl (instagram, vine, flickr, pinterest, snapchat…)

-Vor und Nachteile: Was geht besonders gut auf dieser Plattform geht (und was nicht) ? Demonstrieren Sie anhand von einigen Fundstücken

-Warum heißt es (z.B. instagram)? Warum ist diese Plattform so erfolgreich? Wer verdient daran?

-Was bedeuten Fotoplattformen? (für Fotographie, uns selber, für Datenschutz etc)

image credit: Jesse Stommel

b) Diskutieren Sie das Verhältnis Bild / Text oder die These, dass es eine neue Ästhetikin digitalen Medien gibt (gerne bebildert, mit Attribution)

a new aesthetic

a new brosthetic

Seiten für Bildsuche (Public Domain, CC Lizenz etc)

https://www.creativeboom.com/resources/top-10-websites-for-free-non-cheesy-stock-photography/

https://en.99designs.de/blog/resources/public-domain-image-resources/

 

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

2 Kommentare

  1. Kristina 10. Mai 2018

    Verhältnis Bild / Text & die These, der “neue Ästhetik” in digitalen Medien:

    Ich finde, dass man eine eindeutige Entwicklung einer neuen Ästhetik in den digitalen Medien beobachten kann im Vergleich zu älteren Bildern.
    Vor allem was dargestellt wird und wie. Es werden viel „einfachere“ Dinge fotografiert (eine alltäglichen Szene), diese scheinen aber von hoher Bedeutung durch die Inszenierung und perfekte Bildkomposition.
    Nehmen wir das Beispiel eines Bildes in dem man auf einem Tisch eine volle Kaffeetasse sieht und nebendran Block und Stift drapiert. (Ich glaube man kann sich dieses Bild gut vorstellen, weil man diese tatsächlich oft zusehen bekommt)
    Das Bild an sich vermittelt nicht viel „Text“, man kann nur darauf erahnen, dass die Person gemütlich einen Kaffe trinkt und dabei wichtige Aufgaben erledigt.
    Danach wird dann das gesamte „Set“ abgebaut und die Person verbringt den Rest des Tages in ihrem Zimmer.
    Wenn ich an Bilder von „früher“ denke, kommen mir hauptsächlich Portraits in den Sinn und Urlaubsfotos, welche nicht gestellt sind. Sie sollen die Person (ihren Charakter) einfangen und die Situation wie sie ist und nicht wie man sie selbst inszeniert.

    Aber ich finde es sehr normal, dass sich eine neue Ästhetik entwickelt durch die ganze Möglichkeiten die man durch die Digitalisierung bekommt. Jeder kann sich selbst so erzählen wie er möchte und kann seine eigene Story individuell erzählen.
    Außerdem verändert sich auch mit der Zeit die Vorstellung von „Was ist schön“ und „Was möchte ich mit meinem Bild ausdrücken“ wodurch eine neue Art des Bildermachens entsteht.

    • Digidentity 10. Mai 2018 — Autor der Seiten

      Sehr anregend – dazu hätte ich ein paar „follow up“ Fragen zum weitergehenden Nachdenken…

      Was ist schön? ist ein spannender Punkt – wer bestimmt das? Was ist denn nun schön? 🙂
      Alles verändert sich immer, aber wir versuchen genauer herauszufinden, warum jetzt und warum so!

      Zum Beispiel: Was meinen Sie, hängt diese veränderte Ästhetik auch mit der veränderten Arbeitswelt zusammen? Also, wer nimmt teil an dieser neuen/anderen Ästhetik und an wen richtet sie sich? Gibt es hier Prozesse der Exklusion oder eines „bubbles“ – und auf der ästhetischen Ebene, wie hängt Minimalismus (bzw. eine eventuelle ästhetische Homogenisierung Richtung Design) mit Privileg (auch finanziellem) zusammen?

Antworten

© 2018 netzmetaphern

Thema von Anders Norén