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Dia und Digital

Fotos von früher mit Fotos von heute vergleichen – eine Aufgabe die irgendwie leichter klingt, als sie ist. Zumindest geht es mir so.

Zuallererst frage ich mich: Was ist überhaupt früher? Früher vor 10 Jahren? Vor zwanzig Jahren? Hundert? Ich weiß es nicht. Okay. Dann suche ich mir einfach zuerst ein Bild von heute aus. Das ist einfacher! Schließlich ist mein Handy voll mit Bildern. Urlaubsbilder, Selfies… Schnappschüsse von allem möglichen. Ein Foto ist hier schnell gefunden. Vielleicht doch einfacher als gedacht?

Naja. Nicht wirklich. Denn jetzt bin ich schon wieder bei dem Foto von früher. Puhh okay. Die ältesten Bilder auf meinem Handy sind vielleicht von 2016. Das ist nicht von früher oder? Dann schaue ich wohl besser mal auf meinem Computer nach. Ja – diese Bilder sind schon ein bisschen älter. Etwa 5-10 Jahre alt. Ist das alt genug? Frau Jungs Beispielbilder sahen aber irgendwie älter aus… dann durchsuche ich wohl besser mal unsere Fotoalben!

Ach ist das schön, diese Bilder wieder anzuschauen. Da vergisst man ja komplett die eigentliche Aufgabe. Aber ja, diese Bilder sind schon eher von früher. Wobei… ich könnte ja auch noch Dias anschauen. Da wäre vermutlich ein noch größerer Unterschied festzustellen. Die Motive, die Posen, die Kleidung, die Auflösung ist komplett anders.

Dias anschauen. Ein ganz anderes Erlebnis als einfach Bilder auf dem Computer anzuschauen. Da muss ich sofort an Dia-Abende von früher denken. Abends zusammensitzen, essen und Geschichten erzählen. Eigentlich ein richtiges Event.

Aber welche zwei Bilder vergleiche ich denn jetzt eigentlich? Was würde sich dafür eignen? Mhh. Ich glaube ich habe eine Idee. Warum nur zwei Bilder vergleichen und nicht alle? Warum nicht auf die verschiedenen Speichermedien eingehen?

Ah perfekt. Damit habe ich mich im Grunde gerade schon beschäftigt. In der Kurzfassung würde das also bedeuten, dass es in meinem Fall eine Entwicklung vom Dia über die entwickelten Papierabzüge hin zu den digitalen Fotos gab.

Ob diese Entwicklung gut oder schlecht ist, kann ich nicht so einfach sagen. Es ist definitiv bequemer alle Fotos an einem Platz zu haben und nach dem Urlaub nicht darauf warten zu müssen, bis die Bilder endlich entwickelt sind. Doch ich habe mich schon lange nicht mehr mit Freunden und Familie getroffen, um einfach nur gemeinsam Bilder anzuschauen. Das ist auf jeden Fall etwas das – zumindest bei mir – verloren gegangen ist. Andererseits muss ich sagen, dass es auch viel zu viele Bilder wären, die man heutzutage anschauen könnte. Denn das Handy ist schnell aus der Tasche geholt, um ein Foto zu schießen.

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1 Kommentar

  1. Carla 14. Mai 2018 — Autor der Seiten

    Ein etwas anderer Schreibstil. Ich dachte, ich probiere es einfach mal aus 🙂

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